Anmeldung
29.09.2026 | 10.00 - 11:00 Uhr
Das nehmen Sie mit
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Der reale Angriffsweg: Warum die aus dem Netz erreichbare, ungepatchte Schwachstelle der häufigste Erstzugang ist und was das für Ihre Prioritäten bedeutet.
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Der Ablauf im Ernstfall: Wie ein Vorfall in Phasen abläuft, welche Rollen vorher besetzt sein müssen und woran sich ein beherrschbarer Vorfall von einer Krise unterscheidet.
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Die Argumente für Ihr Haus: Welche Melde- und Nachweispflichten seit Dezember 2025 gelten und wie Sie den Bedarf gegenüber Verwaltungsleitung, Kämmerei und Gremien begründen.
Mit der Anmeldung erhalten Sie das Whitepaper „Wenn der Ernstfall eintritt — Ablauf eines Cyber-Security-Vorfalls": sechs Phasen, sieben Rollen, drei gesetzliche Fristen.
Zwischen Eindringen und Erkennung liegen im Schnitt 241 Tage
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Bei Cyberangriffen denken viele zuerst an die Mitarbeiterin, die auf eine Phishing-Mail klickt. Häufiger ist der Weg über ein bekanntes, aus dem Netz erreichbares, ungepatchtes System. Laut Mandiant M-Trends 2026 sind ausgenutzte Schwachstellen im sechsten Jahr in Folge der häufigste Erstzugang, zuletzt bei rund einem Drittel der untersuchten Vorfälle. Betroffen sind zunehmend internetseitige Geräte wie VPN-Gateways und Firewalls.
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Neue Schwachstellen entstehen schneller, als Patches im Betrieb ausgerollt werden können. Assume Breach zieht daraus die Konsequenz und plant für den Fall, dass jemand durchkommt.
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Ein Vorfall läuft in Phasen ab: Erkennung, Eindämmung, Beseitigung, Wiederherstellung. Wer Rollen, Abläufe und Meldewege vorher festgelegt und geübt hat, verliert im Ernstfall keine Stunden mit Zuständigkeitsfragen. Genau diese Stunden nutzt ein Angreifer, um Domain Controller, Backups und Fachverfahren zu übernehmen.
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Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld rief 2021 nach einem Ransomware-Angriff den ersten Cyber-Katastrophenfall der Bundesrepublik aus. Die Verwaltung stand rund sieben Monate im Katastrophenmodus, Sozial- und Unterhaltsleistungen konnten in dieser Zeit nicht regulär ausgezahlt werden.
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Im Vorfall werden Protokolle mit Personennamen verarbeitet, forensische Abbilder erstellt und Angriffsindikatoren mit Bezug zur Verwaltung ausgewertet. Bei US-Plattformen unterliegen diese Daten dem US-amerikanischen CLOUD Act, auch wenn die Rechenzentren in Europa stehen. Für die öffentliche Hand ist eine in Deutschland entwickelte und betriebene Lösung damit ein Beschaffungskriterium.
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Vorbereitung besteht aus fünf Schritten, die aufeinander aufbauen: Sichtbarkeit über die eigenen Systeme, regelmäßige Prüfung auf Schwachstellen, Erkennung laufender Angriffe, definierte Reaktion und der Nachweis gegenüber Aufsicht und Rechnungsprüfung. Enginsight bildet diese Kette als Unified Security Management in einer Plattform ab. Welche Schritte in Ihrem Haus tragen und welche fehlen, ordnen wir in der Session ein.
Live-Check: was ein Angreifer als Erstes sieht
Zum Abschluss schätzen wir gemeinsam die von außen sichtbare Angriffsfläche einer typischen Verwaltung ein, an einem anonymisierten Beispiel und ohne Fachjargon.
Was die Zahlen sagen
rund 1/3
der untersuchten Sicherheitsvorfälle begann mit einer ausgenutzten Schwachstelle, im sechsten Jahr in Folge der häufigste Erstzugang. Quelle: (Mandiant M-Trends 2026)
7 Monate
stand der Landkreis Anhalt-Bitterfeld nach einem Ransomware-Angriff im Katastrophenmodus, dem ersten Cyber-Katastrophenfall der Bundesrepublik. Quelle: (Berichterstattung zum Angriff auf den Landkreis Anhalt-Bitterfeld, 2021. Quelle älter als drei Jahre)
241 Tage
dauert es im weltweiten Durchschnitt, bis ein Vorfall erkannt und eingedämmt ist. Quelle: (IBM Cost of a Data Breach Report 2025)
Was seit Dezember 2025 gilt
Mit dem NIS2-Umsetzungsgesetz gelten seit dem 6. Dezember 2025 verbindliche Anforderungen für Einrichtungen im Geltungsbereich der EU-Richtlinie NIS2. Das betrifft weite Teile der öffentlichen Hand und ihrer Betriebe. Verlangt sind Risikomanagement, technische Mindestmaßnahmen, der Nachweis ihrer Wirksamkeit und gestufte Meldungen an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): eine Erstmeldung, eine Folgemeldung, eine Abschlussmeldung. Die Verantwortung für Umsetzung und Überwachung liegt bei der Leitung. Wen das konkret trifft und welche Frist wann läuft, ordnen wir in der Session ein. Quelle: (NIS2-Umsetzungsgesetz, § 32 BSIG, Rechtsstand 6. Dezember 2025)
60 Minuten, vier Blöcke, Ihre Fragen
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Der verschobene Angriffsweg
Warum die exponierte Schwachstelle der Weg Nummer eins ist und was das für Verwaltungsnetze bedeutet.
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Assume Breach
Was die Annahme praktisch für Rollen und Abläufe ändert.
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Vorfall-Ablauf und Meldepflichten
Die Phasen eines Vorfalls und die gestuften Meldungen ans BSI seit Dezember 2025.
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Live-Check: Angriffsfläche einer Verwaltung
Gemeinsame Einschätzung an einem anonymisierten Beispiel.
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Fragen und Antworten
VIER TERMINE, EIN BOGEN – Die Reihe „Was tun, wenn es stillsteht?"
Vier Webcasts in zwei Wochen, aufeinander aufgebaut: Vorbereitung auf den Ernstfall, technische Umsetzung, Pflichten im Gesundheitswesen, Pflichten in der kommunalen Versorgung. Jede Folge steht für sich. Sie können sich zu jedem Termin einzeln anmelden.
Di, 29.09.2026 · 10:00 Uhr
Was tun, wenn das Rathaus stillsteht?
Phasen eines Angriffs, Assume Breach und die Pflichten seit Dezember 2025, mit Live-Check der sichtbaren Angriffsfläche.
Do, 01.10.2026 · 10:00 Uhr
Der Angriff läuft. Würden Sie ihn sehen?
Die technische Fortsetzung: eine Live-Demo von der Erfassung der Angriffsfläche bis zur automatisierten Reaktion, mit Roh-Logs.
Di, 06.10.2026 · 10:00 Uhr
Was tun, wenn die Patientenakte fehlt?
Für Kliniken, Medizinische Versorgungszentren und Pflege: § 75c SGB V, B3S, KRITIS-Einordnung und die KHZG-Umsetzungsfrist.
Do, 08.10.2026 · 10:00 Uhr
Was tun, wenn die Versorgung stillsteht?
Für Stadtwerke und kommunale Eigenbetriebe: NIS2, kritische Infrastrukturen und die Verantwortung der Geschäftsführung.
Über die Speaker
Christian Boll
Geschäftsführer und Forensiker bei INLYSE GmbH
Chris ist Mitgründer der INLYSE GmbH. Er hält Patente im Bereich KI-gestützter Malware-Erkennung und ist spezialisiert auf Incident Response, Malware Analyse & Pentesting. Chris absolvierte sein Master Studium der Computer und IT-Sicherheit an der Universität Passau. Vor der Gründung der INLYSE, sammelte er praktische Erfahrung als Entwickler, Pentester und Forensiker.
Lucas Schraa
Teamlead Direct Sales bei Enginsight
Lucas Schraa ist Key Account Manager und Teamleiter Direct Sales bei Enginsight. Er begleitet Unternehmen bei der strategischen Einführung von IT-Sicherheitslösungen – mit besonderem Blick auf geschäftskritische Prozesse und den operativen Alltag. Durch seine langjährige Erfahrung im Projekt- und Changemanagement versteht er es, technische Maßnahmen so in Organisationen zu integrieren, dass sie dauerhaft greifen und von den Teams mitgetragen werden. Seine Stärke liegt darin, komplexe Anforderungen verständlich zu machen und praxisgerechte Lösungen umzusetzen. So trägt er entscheidend dazu bei, IT-Sicherheit nicht nur einzuführen – sondern langfristig zu verankern.

Enginsight GmbH ist ein deutscher Hersteller einer integrierten Cybersecurity-Plattform für den Mittelstand. Die Lösung verbindet Schwachstellenmanagement, Angriffserkennung, Monitoring und SIEM in einer zentralen, souverän betreibbaren Umgebung. Ziel ist es, Unternehmen dabei zu helfen, ihre Sicherheitslage nachvollziehbar zu verstehen, Risiken systematisch zu reduzieren und IT-Sicherheit dauerhaft beherrschbar zu machen.
Die NIS2-Richtlinie bringt neue Verantwortung auf Geschäftsführung und IT. Enginsight führt diese Webinare durch, um Orientierung zu geben: Welche Pflichten entstehen, wo liegen typische Lücken und wie lässt sich aus regulatorischen Anforderungen ein klarer, umsetzbarer Sicherheitsfahrplan entwickeln.